Seit Freitag brennt das Hohe Venn. Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen, große Flächen des wertvollen Schutzgebietes sind bereits betroffen. Die Bilder und das Ausmaß des Feuers machen uns tief betroffen.
Unser erster Gedanke gilt den Menschen, die evakuiert wurden, und allen Einsatzkräften, die seit Tagen unter schwierigsten Bedingungen gegen das Feuer kämpfen. Ihnen und allen Freiwilligen, die sie unterstützen, gilt unser ausdrücklicher Dank.
Das Hohe Venn ist ein einzigartiger Naturraum und ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Was hier gerade verloren geht, lässt sich nicht kurzfristig ersetzen. Umso größer ist unsere Sorge um die Folgen des Brandes für das Ökosystem, aber auch um die Menschen, die von Rauch, Evakuierungen und den Folgen des Feuers betroffen sind. Die Arbeit vor Ort ist logistisch eine enorme Herausforderung und zugleich tief beeindruckend.
Jetzt geht es in erster Linie darum, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und Menschen und Einsatzkräfte zu schützen. Alles andere ist im Moment noch zweitrangig. Sobald die akute Krise überstanden ist, müssen wir genau hinschauen, wie wir unser Krisenmanagement verbessern können und wo die materiellen und personellen Mittel der Einsatzkräfte einer Aufbesserung bedürfen, im Krisenfall und in der täglichen präventiven Arbeit. Künftig muss der Schutz unserer Natur- und Lebensräume unbedingt die nötige Priorität erfahren, denn durch die Auswirkungen der Klimakrise unterliegen sie einem ständigen Stress. Wir sind mehr denn je bereit, diesen Prozess konstruktiv zu begleiten und mitzugestalten, damit aus diesem Ereignis die richtigen Konsequenzen für die Zukunft gezogen werden.
Heute gilt unser Dank aber allen, die seit Tagen dafür sorgen, dass Menschen, Tiere und Lebensräume gerettet und die Folgen dieses Feuers begrenzt werden.
Ecolo Ostbelgien