Auf Initiative des Wallonischen Mobilitätsministers, Philippe Henry (Ecolo), hat die wallonische Regierung gestern (Donnerstag, 9.07.2020) den Infrastrukturplan 2020-2026 genehmigt. Der neue Infrastrukturplan setzt starke Akzente in den Bereichen nachhaltige Mobilität und öffentliche Verkehrsmittel, mit einem zusätzlichen Budget von 400 Millionen Euro bis 2026 für diese beiden Bereiche.

Für die wallonische Ecolo-Abgeordnete Anne Kelleter ist Dieser Plan ein wichtiger Schritt vorwärts zu einer Mobilität, die alle Nutzer, die Anwohner und auch das Klima mehr respektiert. Auf Ebene der Wallonischen Region werden 250 Millionen Euro für Fußgänger und Radfahrer ausgegeben, 150 Millionen Euro für den öffentlichen Verkehr und 23 Millionen Euro für den Lärmschutz. Auf Vorschlag von Philippe Henry hat die Regierung beschlossen, sich auf die Erhaltung und Verbesserung des bestehenden Netzes zu konzentrieren, anstatt die Zahl der neuen Straßen zu erhöhen. Für diesen Richtungswechsel war es höchste Zeit. Außerdem wird ein Budget von 300 Millionen Euro für die Sicherheit der Infrastruktur zur Verfügung gestellt”.

Der an diesem Donnerstag verabschiedete Mobilitäts- und Infrastrukturplan 2020-2026 für alle, betrifft sowohl die Hauptstraßen, die “sekundären” Straßen, die viele Dörfer und Städte bedienen und durchqueren, als auch die Wasserwege und die RAVELs.

Leuchtturmprojekt bei uns im Bereich sanfte Mobilität ist die neue RaVel-Strecke “La Vesdrienne”. Für den Radweg zwischen Eupen und Lüttich hat die Wallonische Region rund 45 Millionen Euro vorgesehen. Außerdem soll im Rahmen dieses Projektes eine Anbindung an die bestehenden RaVel-Strecken bei Malmedy und Stavelot geschaffen werden.

Für die Entwicklung der nachhaltigen Mobilität und das Klima ist die Nachricht, dass die Vesdrienne jetzt endlich gebaut wird, wie Weihnachten und Ostern zusammen”, freut sich Anne Kelleter. “Die sichere und schnelle Radverbindung entlang der Weser wird Eupen über Limbourg und Verviers mit Lüttich verbinden.”

Auch beim zweiten Schwerpunkt, der Erneuerung von Haupt- und Nebenstraßen, bleibt die DG nicht auf der Strecke. Im Norden wird zum Beispiel die Neutralstraße zwischen Welkenraedt und Lontzen für 1,5 Millionen Euro rehabilitiert, da laufen die Arbeiten schon. Neu gemacht werden auch der Bereich Rotenberg – Lascheterweg ab der Kreuzung Vervierserstraße (2,5 Mio. €) und der Ortsdurchgang Kettenis.

Im Süden der DG ist unter anderem die Erneuerung der Ortsdurchfahrten von Elsenborn (N647, 1,25 Mio. €), Schönberg (N626, 2,5 Mio €) vorgesehen. Für 1,25 Millionen Euro soll darüber hinaus die N676 zwischen Eibertingen und Iveldingen abgesichert und mit Fuß- und Fahrradwegen versehen werden.

Bei so gut wie allen Teilstücken sollen mit der Rehabilitierung der Straße auch Fuß- und Fahrradwege angelegt werden. Insgesamt sind für Straßenbauprojekte in der DG nach aktuellem Stand bis 2026 16.250.000€ vorgesehen (-700.000€ wenn man den Kreisverkehr Garnstock nicht mitrechnet).

“Täglich arbeiten die Gemeindevertreter von Ecolo vor Ort daran, sanfte Verkehrsmittel zu entwickeln und die Nutzer zu schützen. Die am stärksten befahrenen Straßen im Herzen der Gemeinden liegen jedoch häufig in der Verantwortung der Region. Wir können daher den neuen Plan, der diese Bemühungen unterstützen wird, nur begrüßen”, schließen die Co-Präsidenten von Ostbelgien, Ingrid Rosenstein und Pascal Collubry.

Anne Kelleter

Wallonische Regionalabgeordnete

Ecolo

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