Die Hitzewellen haben Rekorde erreicht, und erneut werden die Folgen einer unzureichenden Umweltpolitik schonungslos sichtbar. Diese Untätigkeit fordert Todesopfer: In Belgien starben dieses Jahr über 2000 Personen infolge der Hitze.
Mehr als 140.000 Menschen wurden in den letzten Wochen in Frankreich wegen Waldbränden evakuiert. In der Wallonie wurden mehrere Gebiete wegen Brandgefahr auf Rot gesetzt. Auch unsere Tierwelt ist in Not: Die CREAVES (Zentren für die Rehabilitation freilebender Tierarten) nehmen mehr Tier-Patienten auf als je zuvor. Währenddessen bereitet die föderale Arizona-Regierung die Zerschlagung der Dienststelle für Natur und Forstwirtschaft (DNF) vor, die zum Schutz unserer Wälder unverzichtbar ist.
Die Berichte des Weltklimarates haben uns seit 1991 immer alarmierender gewarnt. Und trotzdem ist die Klimapolitik in den Prioritäten der Regierung schrittweise gesunken.
Damit die Sommer weiterhin entspannte Jahreszeiten bleiben, damit unsere bereits überlasteten Krankenhäuser und Hilfskräfte nicht von Kranken infolge von Hitzewellen, Bränden oder Überschwemmungen überfordert werden und damit unsere Kinder ohne Angst um ihre Gesundheit zur Schule gehen können:
Lasst uns die Auflösung des Dienststelle für Natur- und Forstwirtschaft verhindern und die Biodiversität unterstützen!
Unsere Tierwelt, unsere Wälder, unsere Naturräume brauchen mehr Personal und Pflege, keine Desinvestition. Lasst uns unsere Städte stärker begrünen, die Entsiegelung vorantreiben.
Lasst uns einen nachhaltigen Bausektor unterstützen! Häuser, Wohnungen, Schulen und Altersheime müssen mit nachhaltigen Materialien und Methoden renoviert werden, die es uns ermöglichen, sowohl im Winter als auch im Sommer bei erträglichen Temperaturen zu leben. Lasst uns ein Raumordnungsgesetz verabschieden, das all diese Schwerpunkte berücksichtigt.
Lasst uns die lokalen und unabhängigen Geschäfte unterstützen. Lasst uns den Windpark Raeren und die Windparkprojekte in der Eifel verteidigen. Eigene Energieversorgung sollte Vorrang haben vor militärischen Sperrgebieten.
Grüne Politik ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit – es drängt!