Freddy Mockel (Ecolo) erhält Bestätigung von wallonischen Wirtschaftsminister Jeholet (MR)

Die wallonische Region reformiert momentan die Unterstützung für Arbeitssuchende, die sich in die Selbständigkeit lancieren oder ein Unternehmen gründen wollen.

Um diesen Sprung zu begleiten und zu unterstützen, gibt es eine sogenannte “Airbag”- Unterstützung. Sie soll den Wechsel finanziell auffangen und beim Start einer eigenen beruflichen Aktivität unterstützen.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer fordern seit längerem eine Anpassung der bestehenden Maßnahmen. Der aktuelle Kontext mit der zeitlichen Begrenzung der Arbeitslosenunterstützung und dem damit verbundenen Ausschluss bringt natürlich auch mit, dass hohe Anforderungen und Hoffnungen mit einem solchen Instrument und seine Reform verbunden werden.

Bei der Vorstellung der Reform im parlamentarischen Ausschuss durch den Minister für Wirtschaft und Beschäftigung erkundigte sich der ostbelgische Regionalabgeordnete Freddy Mockel (Ecolo) nach dem Anwendungsgebiet der Maßnahme. Da die Deutschsprachige Gemeinschaft mittlerweile selbst für den Bereich Beschäftigung zuständig ist, war bisher nicht klar, ob auch Menschen aus den 9 ostbelgischen Gemeinden in den Genuss der neuen Maßnahmen kommen werden. Der Staatsrat hatte vorab jedoch bestätigt, dass es sich bei der Maßnahme hauptsächlich um Wirtschaftsförderung handle – also eine regionale wallonische Befugnis, die ebenfalls für das Gebiet deutscher Sprache gilt.

Auf Mockels Nachfrage hin bestätigte Minister Jeholet ausdrücklich, dass die Hilfe den deutschsprachigen Arbeitssuchenden mit einem unternehmerischen Projekt zu den gleichen Bedingungen offensteht. So werde eine Einschreibung als Arbeitssuchender beim ADG einer Einschreibung beim Forem gleichgestellt, um zu ermitteln, ob der Antragsteller die Bedingung erfülle, seit mindestens vier Monaten arbeitssuchend zu sein.

Freddy Mockel begrüßt diese Klarstellung: “Es ist wichtig, den Menschen auch mögliche Auswege auf zu zeigen. Die Föderalregierung hat brutale Ausgrenzungmaßnahmen fûr arbeitslose Menschen getroffen. Da es nicht genug offene Stellen für alle Arbeitssuchenden gibt, ist es umso wichtiger, wenn dabei geholfen wird, wenn diese sich ihre eigene berufliche/gewerbliche Aktivität aufbauen wollen.”