Unser Programm fĂŒr die DG

Unser Programm ist endlich fertig! In 75 konkreten Maßnahmen stellen wir eine Zukunft vor, die man wĂ€hlen kann. Und ihr könnt mitmachen. Am 24.05 um 18 Uhr zeigen uns Fabienne Colling und Andreas Jerusalem, unsere Spitzen auf der PDG Liste, warum wir das beste Programm haben. Im Anschluss könnt ihr uns all eure Fragen stellen! 

Anmeldung fĂŒr das Zoom-Event am 24.05

13 + 11 =

Liebe Ostbelgier*innen,

Gemeinsam wĂ€hlen wir am 9. Juni, wer die nĂ€chsten 5 Jahre die Deutschsprachige Gemeinschaft gestaltet. Doch es geht am Wahltag um viel mehr. Es geht darum, welche Zukunft wir wĂ€hlen. Wir von ECOLO wollen eine Zukunft, in der wir uns weiterentwickeln, in der wir miteinander leben und klarkommen, mit der Natur als VerbĂŒndete.
Kurzum: Wir wollen eine grĂŒnere und gerechtere Zukunft! Mit 75 konkreten VorschlĂ€gen, bieten wir den Menschen in der DG eine nachhaltige, durchdachte und innovative Politik.

Wir brauchen eine krisenfeste Deutschsprachige Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft, die fĂŒr die Herausforderungen bereit ist, die schon da sind und auf die VerĂ€nderungen vorbereitet ist, die noch kommen. Wir möchten eine Gesellschaft aufbauen, die auf das “Wir” setzt und alle Menschen mitnimmt. Gemeinsam können wir Ostbelgien besser machen, indem wir auf die Vielfalt der Menschen, saubere Energie und den Schutz von Natur und Umwelt setzen. Unsere Vision fĂŒr Ostbelgien ist eine freundliche und nachhaltige Gemeinschaft, in der jeder und jede die gleichen Chancen bekommt. So bleibt Ostbelgien auch in Zukunft ein großartiger Ort zum Leben.

Um das zu erreichen, setzen wir uns fĂŒnf Ziele: 

Unseren Lebensraum zukunftsfÀhig machen:

Mit ihren ZustĂ€ndigkeiten kann die DG Modellregion sein. Durch Initiativen wie der Förderung nachhaltiger Bau- und Infrastrukturprojekte, einer effizienten und intelligenten FlĂ€chenplanung, der Entwicklung und Umsetzung von PlĂ€nen zum Schutz vor Wetterextremen sowie der UnterstĂŒtzung der lokalen Wirtschaft können wir Ostbelgien widerstandsfĂ€higer machen.

Den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stÀrken:

Miteinander lassen sich Probleme besser lösen. Wir streben nach mehr Dialog zwischen Generationen und Geschlechtern, zwischen LebensrealitĂ€ten und Kulturen, zwischen Alteingesessenen und neu angekommenen BĂŒrger*innen. DafĂŒr braucht es weniger Papierkram fĂŒr Ehrenamtliche, eine StĂ€rkung der Dorfkerne und der lokalen Dienstleistungen, aber auch Treffpunkte zum Austauschen, um sich kennenzulernen und um sich gegenseitig zu unterstĂŒtzen.

Ein inklusives Bildungssystem, das allen eine Chance auf Zukunft gibt:

Unser Ziel ist ein Bildungssystem, das alle SchĂŒler*innen individuell fördert und lebenslanges Lernen unterstĂŒtzt. Dazu gehören ineinandergreifende Inklusionsmaßnahmen, innovative Lehrmethoden und ein wirklich kostenloser Unterricht. “Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen”, deshalb muss die Zusammenarbeit zwischen Schulen, Lehrer*innen, Eltern/Erziehungsberechtigten und SchĂŒler*innen gestĂ€rkt werden.

Mehr Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Entfaltung:

In der DG lĂ€sst es sich gut leben und arbeiten. Damit das fĂŒr alle zutrifft, muss die Gleichberechtigung gestĂ€rkt werden, ob auf dem Arbeitsmarkt, in der Ausbildung oder in der gesellschaftlichen Teilhabe. Wir wollen administrative HĂŒrden abbauen und die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, Unternehmen und BĂŒrger*innen verbessern.

Bessere Gesundheitsversorgung und mehr PrÀvention:

Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Und damit das auch so bleibt, braucht es mehr PrÀventionsangebote und ein stark ausgebautes und verbessertes Gesundheitssystem, besonders mit Blick auf die mentale Gesundheit. 

Mit diesen Zielen prĂ€sentieren wir unser Programm aus 75 Maßnahmen fĂŒr eine grĂŒne und gerechte Zukunft in Ostbelgien. Gemeinsam können wir eine Welt gestalten, in der Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit Hand in Hand gehen. Eine Welt, in der SolidaritĂ€t und Emanzipation unsere Gemeinschaft stĂ€rken. Lasst uns gemeinsam diese Zukunft wĂ€hlen!

Stellvertretend fĂŒr Ecolo Ostbelgien, 

Unser Spitzen-Duo

Fabienne Colling – Andreas Jerusalem

💡 Energie und Klima đŸŒ±

Unsere Vision ist eine Welt, in der erneuerbare Energien die Hauptquelle fĂŒr Energie sind und wir die BedĂŒrfnisse der heutigen Generation befriedigen, ohne die Möglichkeiten zukĂŒnftiger Generationen zu gefĂ€hrden. Wir sind der Überzeugung, dass eine umfassende und koordinierte Anstrengung auf allen Ebenen der DG-ZustĂ€ndigkeiten notwendig ist, um diese Herausforderungen der Klimakrise anzugehen und eine lebenswerte Zukunft fĂŒr uns alle zu sichern.

1. EinfĂŒhrung eines Zukunfts-Checks fĂŒr alle Ausgaben der DG

    • PrĂŒfung des DG-Haushaltes und aller Gesetzestexte auf ihre Auswirkungen auf Klima- und Artenschutz.
    • PrĂŒfung jedes Projekts auf seine finanzielle Nachhaltigkeit, um sicherzustellen, dass es auch fĂŒr kommende Generationen bezahlbar bleibt.
    • Definition nachhaltiger Investitionen und KnĂŒpfung von ZuschĂŒssen und ZuschlĂ€gen an verbindliche Kriterien: Extremwetterschutz, Schutz der Wasserreserven, MobilitĂ€t, Energieautonomie, Energieeffizienz, Landnutzung, Ressourceneffizienz, gesunde Baumaterialien, Einbindung lokaler Unternehmen usw.
    • PrioritĂ€t bei jedem Bauvorhaben der DG auf Energieautonomie (Effizienz, Produktion und Speicherung).
    • Ausbau der  Photovoltaik-Produktion auf öffentlichen DĂ€chern.

2. EnergieprĂ€mien erweitern, sowie zugĂ€nglicher und zielfĂŒhrend gestalten:

    • Erweiterung der EnergieprĂ€mien fĂŒr Mieter*innen und einkommensschwache Hausbesitzer*innen.
    • Ausbau der Werkzeuge zur Vorfinanzierung von kleinen Energiesparmaßnahmen wie sparsamen HaushaltsgerĂ€ten (KalorienzĂ€hler, Ersatz sehr alter KĂŒhltruhe, Trockner usw.)  mit zinslosen Mikro-Darlehen und vorausgehender Beratung, um die Kosten der Strom- und Heizrechnungen zu senken.
    • Förderung ökologischer DĂ€mmstoffe fĂŒr einen gesunden Lebensraum.

3. Erstellung eines Fahrplans zur Erreichung der Energieautonomie in der DG:

    • Aufbau eines beratenden Netzwerks fĂŒr die GrĂŒndung von Energiegenossenschaften und lokalen Energiegemeinschaften, Austausch von guten Praxisbeispielen.
    • Ausbau der KapazitĂ€ten der DG in der eigenen Energieproduktion und Einspeisung mit dem Ziel, die Energieautonomie der DG als Standortfaktor zu etablieren.
    • Energieeinsparungen herbeifĂŒhren, z. B. durch konsequente Sensibilisierung, energetisches Screening und Nachbesserung der Bausubstanzen in öffentlicher Hand.

4. Aufbau eines Netzwerks fĂŒr nachhaltige Baukultur:

    • Schaffung eines Netzwerks von Architekt*innen und Unternehmer*innen mit Spezialisierung auf Platzoptimierung, Ressourceneffizienz, Senkung der Energiekosten und Vermeidung von gesundheitsschĂ€dlichen Baumaterialien, auch bei kleineren Sanierungsarbeiten.
    • Umsetzung und Auszeichnung von Modellprojekten zur Förderung nachhaltiger Baukultur besonders fĂŒr alternative und gruppierte Wohnformen (intergenerationelles Wohnen, Wohngemeinschaften usw.).
    • Gezielte Sensibilisierung fĂŒr gesunde Wohnpraktiken, vor allem in Bezug auf verwendete Baumaterialien, LĂŒftung und ökologische DĂ€mmstoffe.
    • Bei Neubauten: Sensibilisierung fĂŒr Energieeinsparungen und Ressourceneffizienz durch gezielte Ausnutzung der natĂŒrlichen Gegebenheiten der Parzelle (Ausrichtung, Topografie, usw.).

5. Nachhaltige Kantinen in Schulen und Pflegeeinrichtungen:

  • UnterstĂŒtzung der öffentlichen KĂŒchen und Kantinen beim Ausbau der nachhaltigen, lokalen und gesunden ErnĂ€hrung, inklusive vegetarischer und eventuell sogar veganer Optionen, wie sie vielerorts bereits angeboten und gut angenommen werden.
  • Erhebung und Bekanntmachung bewĂ€hrter Praktiken zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, wie sie in vielen Kantinen bereits Anwendung finden.
đŸ—ïž Raumplanung 🌳

Unser Ziel ist es, die DG zu einem Vorbild fĂŒr nachhaltige Raumplanung zu machen, die hohe LebensqualitĂ€t mit Klima- und Artenschutz verbindet. Die DG ist sehr klein und verliert z.B. im Schnitt jedes Jahr 46 Hektar landwirtschaftliche FlĂ€chen. Wir mĂŒssen sorgsamer mit diesem begrenzten Platz umgehen. Es gibt viele interessante LösungsansĂ€tze, um FlĂ€chen zusammenzulegen und GebĂ€ude mehrfach zu nutzen, um die Energieproduktion zu bĂŒndeln und Trinkwasserreserven zu schĂŒtzen. Die DG braucht eine FlĂ€chenpolitik, die respektvoll mit den NaturflĂ€chen umgeht und aus jedem bereits versiegelten Quadratkilometer das Beste macht.

11. Die DG als Modellregion fĂŒr nachhaltige Raumordnung und Entwicklung:

    • Katastrophenvorbeugung und -schutz: Investitionen in widerstandsfĂ€higere Infrastruktur und nachhaltige Bauvorhaben, um Naturkatastrophen entgegenzuwirken.
    • Nachhaltige Siedlungsentwicklung: Förderung von nachhaltigen Bauprojekten und Planungsstrategien fĂŒr eine lebenswerte Umgebung, die Umweltschutz und LebensqualitĂ€t vereint und der Zersiedelung entgegenwirkt.
    • MobilitĂ€t und Zugang zu Dienstleistungen: MobilitĂ€t in sĂ€mtlichen Infrastrukturprojekten systematisch mitdenken, um den Zugang zu Bildung, Arbeitsplatz, Gesundheitsversorgung und anderen Dienstleistungen zu erleichtern.
    • Verhinderung der weiteren FlĂ€chenversiegelung: Durch den Schutz von VegetationsflĂ€chen im öffentlichen und privaten Raum sollen die BodenqualitĂ€t und die Trinkwasserreserven in der DG nachhaltig gesichert werden, bei gleichzeitigem Hochwasserschutz.
    • Förderung von BiodiversitĂ€t auf öffentlichen und privaten FlĂ€chen: GrĂŒnflĂ€chen so gestalten und bewirtschaften, dass sie die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt unterstĂŒtzen und LebensrĂ€ume erhalten oder schaffen.

12. Erstellung eines Fahrplans zur Erreichung des EU-Ziels der Netto-Null-FlÀcheninanspruchnahme:

    • Netto-Null-FlĂ€cheninanspruchnahme bedeutet, dass bei Bauprojekten oder Infrastrukturvorhaben keine zusĂ€tzlichen FlĂ€chen als Bauland ausgewiesen werden, oder falls doch, diese durch vernĂŒnftige Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden. Das Ziel ist es, die Umweltauswirkungen zu minimieren, indem der FlĂ€chenverbrauch durch den Schutz oder die Entsiegelung anderer FlĂ€chen ausgeglichen wird. Dabei ist es wichtig, beim FlĂ€chenausgleich auf die QualitĂ€t der FlĂ€chen zu achten und ökologische Systeme sowie gute AnbauflĂ€chen fĂŒr die Landwirtschaft zu schĂŒtzen.
    • Wenn AusgleichsflĂ€chen unvermeidbar sind, sollten sie kohĂ€rent zusammengefĂŒgt und verbunden werden, damit sie weiterhin einen Nutzen fĂŒr die Umwelt, die Artenvielfalt und die Menschen haben .
    • Landwirtschaftliche FlĂ€chen mĂŒssen weitestgehend fĂŒr die Nahrungsmittelproduktion erhalten bleiben, indem z.B. großflĂ€chige PV-Anlagen in der Agrarzone nur dort erlaubt sind, wo sie diese Produktion nicht beeintrĂ€chtigen. 

13. Schaffung von Planungsinstrumenten fĂŒr eine Industrie- und Gewerbegebietsstrategie auf Basis der Prinzipien der Kreislaufwirtschaft:

    • Senkung der Kosten fĂŒr lokale Unternehmen durch Energieautonomie, Zusammenlegung von NutzflĂ€chen und Dienstleistungen (z. B. Parkplatz, Containerlager & MobilitĂ€t) und NaturflĂ€chen (Wildblumenwiesen statt toter GrĂŒnstreifen) sowie durch den Einsatz von Regenwassersammelsystemen fĂŒr nicht-trinkbare Anwendungen.
    • Die Konzepte der Kreislaufwirtschaft in der FlĂ€chenplanung ermöglichen es, Platz und Ressourcen effizienter zu nutzen. In der Kreislaufwirtschaft wird alles, was hergestellt wird, immer wieder verwendet. Die Umnutzung und Umwidmung von Ressourcen ist in der Produktion schon eingeplant, was Planungssicherheit schafft und Kosten spart. In Gewerbegebieten könnten zum Beispiel durch NahwĂ€rmenetze Synergien zwischen Unternehmen, die Hitze produzieren und solchen, die Hitze brauchen, geschaffen werden.
    • Effizientere FlĂ€chennutzung durch in die Landschaft integriertes Bauen in die Höhe, nach dem Vorbild sogenannter Gewerbehöfe, die Unternehmen flexible RĂ€umlichkeiten wie BĂŒros, WerkstĂ€tten und Lagerhallen bieten.
    • Energieproduktion und RegenwasserrĂŒckhaltung auf DachflĂ€chen fördern und fordern.

14. BegrĂŒnung von Ortschaften und Vierteln:

    • Pflanzung von GrĂŒnflĂ€chen zur Verbesserung der Lebens- und LuftqualitĂ€t sowie der WiderstandsfĂ€higkeit gegenĂŒber extremen Wetterbedingungen.
    • Förderung von MischwĂ€ldern und GemeinschaftsgĂ€rten.
    • Schaffung von ansprechenden öffentlichen RĂ€umen, die speziell auf die BedĂŒrfnisse und Interessen von Jugendlichen, Familien, Senior*innen ausgerichtet sind. Diese sollen zum Verweilen und Austauschen einladen, aber auch dem Insektenschutz und dem Schutz der Artenvielfalt dienen (z.B. durch TĂŒmpel, Teiche usw.).

15. Erstellung von Wasser- und HitzeschutzplÀnen im Fall von Extremwetterlagen:

  • Schutz- und PrĂ€ventionsmaßnahmen dort vorsehen, wo das Risiko am grĂ¶ĂŸten ist: öffentliche RĂ€ume, Wohn- und Pflegezentren (WPZS), KrankenhĂ€user und Betreuungsstrukturen. 
  • Sensibilisierung fĂŒr die Klimakrise und Risikovorbeugung durch gezielte Maßnahmen im Fall von Wetterextremen.
  • Erarbeiten einer Strategie fĂŒr gezielte und strukturelle Wassereinsparungen, in Absprache mit den DG-Gemeinden und besonders wasserintensiven Wirtschaftssektoren.
👧 Jugend 🧑

Es ist schwieriger geworden, Teenager zu sein. Durch die Allgegenwart des Handys ist Jugendlichen viel bewusster, wie viel Leid und Elend es in der ganzen Welt gibt. Der soziale Druck findet ĂŒber Social Media und Cybermobbing Einzug in die Kinderzimmer. Auch die Klimakrise ist fĂŒr viele eine große und erschreckende Entwicklung. Gleichzeitig haben Jugendliche eine unendliche Energie und grenzenlose Inspiration! Sie sind nicht mehr bereit, die Dinge einfach so zu akzeptieren, wie sie sind. Deshalb mĂŒssen wir den Raum und den Platz schaffen, damit Jugendliche und junge Erwachsene am politischen Leben und der Weiterentwicklung unserer Gemeinschaft teilhaben können.

25. Evaluierung, StÀrkung und Ausbau der aufsuchenden und prÀventiven Jugendarbeit:

    • FrĂŒhzeitiges Auffangen von jungen Menschen durch niederschwellige Beziehungsarbeit und prĂ€ventive Maßnahmen, um auch Menschen zu erreichen, die sich nicht an formelle Strukturen wenden.
    • Erhöhung des Personals in der Schulsozialarbeit und verstĂ€rkte Zusammenarbeit mit Einrichtungen, um das Netzwerk zur UnterstĂŒtzung junger Menschen auszubauen.
    • Weitere Vernetzung und ErgĂ€nzung der verschiedenen Dienste und Angebote, auch im Sport und der Kultur, zur ganzheitlichen Betreuung und Begleitung der Jugendlichen.
    • StĂ€rkung der prĂ€ventiven Begleitung von Eltern in alltĂ€glichen und akuten Situationen.

26. Die Beteiligung der Jugend an demokratischen Prozessen weiter ausbauen:

    • Junge Menschen stĂ€rker fĂŒr die politische Teilnahme sensibilisieren, damit ihre Anliegen, Ideen und BedĂŒrfnisse gezielt berĂŒcksichtigt werden.
    • Jugendlichen konkrete Einblicke in politische Entscheidungsprozesse geben, um das Interesse an gesellschaftlicher Mitgestaltung zu fördern und der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken.
    • Förderung von Projekten und Initiativen, die die Demokratie im Alltag zeigen und somit die gesellschaftliche Dimension von Demokratie sichtbarer und greifbarer machen.

27. GenderidentitÀt, Vielfalt und strukturellen Rassismus thematisieren:

    • Schaffung von Informations- und Austauschangeboten fĂŒr Jugendliche und junge Erwachsene, die UnterstĂŒtzung im Umgang mit Fragen zur GenderidentitĂ€t, LGBTQIA+ und strukturellem Rassismus suchen.
    • Schaffung von Austauschplattformen und Orten, wo Jugendliche unter sich zu Themen austauschen können, die sie beschĂ€ftigen.

28. UnterstĂŒtzung bei der beruflichen Neuorientierung anbieten:

    • Aufbau von sozialen Netzwerken und psychosozialer Beratung insbesondere fĂŒr sogenannte ‘NEET’s, sprich Jugendliche, die nicht in Bildung, BeschĂ€ftigung oder Ausbildung sind.
    • Verbesserung des Bildungszugangs ĂŒber den Ausbau von Nachhol- und Weiterbildungsprogrammen und ĂŒber die berufliche (Neu-)Orientierung, auch fĂŒr Ă€ltere Jugendliche und junge Erwachsene, die ihren Weg suchen.
đŸ‘”â€ Senior*innen 👮

Senior*innen gehören in die Mitte der Gesellschaft. Sie leisten einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben, sei es durch ihr ehrenamtliches Engagement, den Erfahrungsaustausch oder die UnterstĂŒtzung in der Kinderbetreuung. Der Erhalt von SelbststĂ€ndigkeit und Selbstbestimmung sorgen fĂŒr LebensqualitĂ€t und hĂ€ngen direkt vom Wohnen ab. Wichtig ist es, die Vielfalt der BedĂŒrfnisse zu berĂŒcksichtigen und flexible Lösungen anzubieten, um ein wĂŒrdevolles Leben im Alter zu ermöglichen. Dabei spielen auch die MobilitĂ€t und der Zugang zu GeschĂ€ften und Dienstleistungen eine zentrale Rolle.

34. Förderung von Senioren- Wohngemeinschaften und -Treffpunkten:

    • Schaffung von Senior*innen- Wohngemeinschaften und -Treffpunkten, um Ă€ltere Menschen in die Mitte der Gesellschaft zu rĂŒcken und ihnen eine hohe Autonomie zu ermöglichen.
    • Umsetzung von Modellprojekten zur Förderung ĂŒbergenerationeller Gemeinschaften und zur effizienteren Organisation von Gesundheits- versorgung, Alltagsbegleitung und Pflege.
    • WeiterfĂŒhrendes Coaching und Beratung fĂŒr innovative Wohnprojekte.

35. Beteiligung von Senior*innen am Dorf- und Stadtleben:

    • Förderung von AktivitĂ€ten und Treffpunkten fĂŒr Senior*innen im Dorf, um die Dorfgemeinschaft zu stĂ€rken und den Zusammenhalt zu fördern.
    • UnterstĂŒtzung von Initiativen in Ostbelgien zur Förderung von sozialen AktivitĂ€ten und Engagement Ă€lterer Menschen, damit sie weiterhin ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenleben leisten können.

36. StÀrkung der Autonomie von Senior*innen zu Hause:

    • GewĂ€hrleistung der individuellen MobilitĂ€t durch den konsequenten Ausbau von MobilitĂ€tsangeboten.
    • UnterstĂŒtzung und Anerkennung fĂŒr ehrenamtliche Projekte, die die Teilnahme von Senior*innen an der Gesellschaft fördern.
    • Verbesserung des individuellen Beratungsangebots, damit Senior*innen und ihre Angehörigen wissen, welche vielfĂ€ltigen Möglichkeiten ihnen zur VerfĂŒgung stehen und wie diese ineinandergreifen.
đŸ„ Soziale Dienste đŸ’Œ

Wir streben eine Gesellschaft an, in der alle Menschen gerechte Chancen haben und niemand aufgrund von unterschiedlichen Ausgangsbedingungen zurĂŒckgelassen wird. Solange das aber nicht der Fall ist, sind wir auf ein starkes soziales Auffangnetz angewiesen. Gemeinsam können wir Krisen ĂŒberwinden. DafĂŒr braucht es SolidaritĂ€t, kooperierende Sozialdiensten und die nötigen finanziellen und personellen Ressourcen fĂŒr vielfĂ€ltige Begleitungs- und UnterstĂŒtzungsangebote. 

40. Mehr WertschĂ€tzung und Anerkennung fĂŒr die Sozialarbeit, die die strukturellen Probleme unserer Gesellschaft auffangen muss:

    • Schaffung besserer Rahmenbedingungen fĂŒr Sozialarbeiter*innen in den strukturellen Diensten (ÖSHZ, ÖWOB, DSL usw.), um eine individuelle Betreuung der Klienten zu ermöglichen und eine stĂ€rkere Fokussierung auf die Arbeit mit Menschen statt auf Akten zu gewĂ€hrleisten.
    • Den öffentlichen Dienst dahingehend zugĂ€nglicher machen, dass administrative Aufgaben nicht auf die ÖSHZ, ÖWOB oder andere Einrichtungen abgewĂ€lzt werden (z.B. Hilfe bei der SteuererklĂ€rung, administrative UnterstĂŒtzung).

41. Sensibilisierung fĂŒr soziale Belange und die ĂŒbergreifende Sozialarbeit:

    • UnterstĂŒtzung von Netzwerkprojekten zur Aufwertung und Förderung der sozialen Arbeit und zur Schaffung eines breiteren Bewusstseins fĂŒr soziale Anliegen in der Gesellschaft.

42. Verbesserung der UnterstĂŒtzung fĂŒr Opfer von Gewalt:

    • Erweiterung der Mittel und StĂ€rkung der Vernetzung im Kampf gegen hĂ€usliche Gewalt und gegen sexualisierte Gewalt.
    • Erhöhung der Mittel und des Personals, um allen Betroffenen gerecht zu werden und eine umfassende Betreuung zu gewĂ€hrleisten, besonders auch im SĂŒden der DG.
    • Allgemeine GewaltprĂ€vention in der Gesellschaft: Über eine Bestandsaufnahme, Arbeitsgruppen, Netzwerkarbeit und eine faktenbasierte Evaluation einen transversalen und mehrjĂ€hrigen Aktionsplans im Bereich GewaltprĂ€vention fĂŒr die DG ausarbeiten.

 43. Lebenslanges Lernen fördern, auch fĂŒr Ă€ltere Zielgruppen:

    • Lebenslanges Lernen als Trampolin fĂŒr berufliche Umorientierung und persönliche Entwicklung stĂ€rken.
    • Neubewertung der Anerkennungskriterien fĂŒr die Erwachsenenbildung.

44. Refinanzierung des nicht-kommerziellen Sektors:

    • Strukturelle Refinanzierung des nicht-kommerziellen Sektors, um grundlegende Dienstleistungen an die BĂŒrger*innen zu erhalten.
    • Einbindung des nichtkommerziellen Sektors in Reformprozesse, um eine starke Zivilgesellschaft zu fördern und Reformen erfolgreich umzusetzen.
đŸ’Œ Arbeit und Wirtschaft 📈

Um eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung zu fördern und den Menschen in unserer Region vielfĂ€ltige Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu bieten, sind gezielte Maßnahmen und UnterstĂŒtzungssysteme von entscheidender Bedeutung. Dabei mĂŒssen wir uns zahlreichen ineinandergreifenden Herausforderungen stellen, wie der Digitalisierung im Arbeitsumfeld, dem FachkrĂ€ftemangel, der Langzeitarbeitslosigkeit, dem Ungleichgewicht zwischen den Kompetenzen der Arbeitssuchenden und den Anforderungen des Arbeitsmarktes. Unsere Vision ist es, einen integrativen und inklusiven Arbeitsstandort DG zu schaffen, in dem jeder die Möglichkeit hat, aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen und sein volles Potenzial auszuschöpfen.

49. Förderung von Pilotprojekten und Start-Up-Beratung fĂŒr nachhaltige GeschĂ€ftsmodelle:

    • UnterstĂŒtzung von lokalen Unternehmen und Projekten der Kreislauf- und Gemeinwohlwirtschaft durch Pilotprojekte und Beratungsdienste, um nachhaltigen und sozialökologischen Unternehmergeist zu fördern.
    • Best-Practice-Beispiele durch Kampagnen, Auszeichnungen und den Erfahrungsaustausch mit erfolgreichen lokalen Unternehmer*innen sichtbar machen .

50. Ausbau der Unternehmensberatung fĂŒr bestimmte Zielgruppen:

    • Ausbau der UnterstĂŒtzung fĂŒr unterschiedliche Zielgruppen, um ungenutzte Potenziale zu aktivieren und neue Wege der beruflichen Entfaltung zu eröffnen, z.B. fĂŒr Menschen, die sich umorientieren, die lĂ€nger nicht berufstĂ€tig waren, fĂŒr junge Erwachsene und fĂŒr Zugezogene.
    • Ausbau der UnterstĂŒtzung fĂŒr junge Erwachsene, die als SelbststĂ€ndige ĂŒber eine UnternehmensgrĂŒndung, als Intrapreneurs oder “Makers”, konkrete Projekte in der DG umsetzen möchten.

51. Reform der BeschĂ€ftigungsmaßnahmen:

    • Evaluation und Verbesserung der BeschĂ€ftigungsmaßnahmen des AktiF(+)-Systems mit Blick sowohl auf die besonderen UmstĂ€nde fĂŒr Arbeitgeber des nicht-kommerziellen wie auch des kommerziellen Sektors und in Konzertierung mit diesen.
    • Ausbau der niederschwelligen Berufsbegleitung und der beruflichen Integration, um den sogenannten “DrehtĂŒreffekt” (hĂ€ufiger Wechsel des Arbeitsplatzes) in den BeschĂ€ftigungsmaßnahmen zu vermeiden.

52. Förderung der Integration und Inklusion auf dem Arbeitsmarkt:

    • Jede*r BĂŒrger*in soll das Recht haben, aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen und Einfluss darauf zu nehmen. Besondere UnterstĂŒtzung gilt dabei Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund, Personen mit Behinderung und Menschen in prekĂ€ren Lebenssituationen, die UnterstĂŒtzungsbedarf haben.
    • Ausbau der niederschwelligen Arbeitsbegleitung, bspw. Hilfe bei der Bewerbung und Jobsuche, Training von ArbeitsplatzfĂ€higkeit und TeamfĂ€higkeit, Vorbereitung von VorstellungsgesprĂ€chen, UnterstĂŒtzung in der Einarbeitungsphase und Begleitung am Arbeitsplatz.

53. BekÀmpfung von Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt:

    • Sensibilisierungskampagnen sowie Maßnahmen gegen Diskriminierung, um das Recht auf Arbeit fĂŒr alle einzufordern und strukturellen Rassismus zu bekĂ€mpfen.
    • Durch gezielte Beratung sollen Arbeitgeber, besonders Kleinunternehmer, dabei unterstĂŒtzt werden, ihre Herausforderungen bei der Mitarbeitergewinnung und -bindung zu bewĂ€ltigen und langfristige Lösungen fĂŒr eine stabile Belegschaft zu finden.

54. Beschleunigung der Arbeitsaufnahme fĂŒr Zuwanderer:

    • Schaffung von Möglichkeiten fĂŒr eine schnellere Arbeitsaufnahme von Zuwanderern durch VerknĂŒpfung von Sprachkenntnissen mit Arbeit und individuelle niederschwellige Arbeitsbegleitung. Viele Menschen, besonders im Erwachsenenalter, lernen die Sprache auf dem Arbeitsplatz eher als in Sprachkursen.

55. Anerkennung von Erfahrung und Gleichstellung von Diplomen:

    • Schaffung einfacherer Prozeduren und Bedingungen zur Anerkennung auslĂ€ndischer Diplome, um Menschen in Ostbelgien schnell und unkompliziert einzustellen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Qualifikationen zu nutzen.
    • Überall, wo es möglich und zielfĂŒhrend ist, die Einstellungskriterien fĂŒr Quereinsteiger mit wertvoller praktischer Lebenserfahrung lockern, damit eine Einstellung nicht ausschließlich an einem Diplom festgemacht ist. 

 56. BewÀltigung der Auswirkungen der Digitalisierung auf das Arbeitsumfeld:

    • Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen, die auf Re-Skilling (Neuqualifizierung) und Up-Skilling (Weiterqualifizierung) abzielen, um Arbeitnehmern die erforderlichen digitalen FĂ€higkeiten zu vermitteln.
    • StĂ€rkung der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Arbeitgebern.
    • Schaffung von Anreizen und Ausbau von UnterstĂŒtzungssystemen fĂŒr kontinuierliche Weiterbildung ĂŒber alle Lebensphasen hinweg.

57. BerĂŒcksichtigung lokaler Unternehmen bei Ausschreibungen:

    • Öffentliche Ausschreibungen der DG und der öffentlichen Dienste systematisch so gestalten, dass die Beteiligung hiesiger Unternehmen und Unternehmen der Sozial- und Solidarwirtschaft gewĂ€hrleistet ist, sowohl bei Bau- und Infrastrukturarbeiten als auch bei Dienstleistungen. Im Rahmen der Regeln fĂŒr öffentliche Ausschreibungen und Staatsbeihilfen.
🌍 Integration đŸ€

Wir verteidigen ein respektvolles und konstruktives Miteinander, das die Vielfalt der Menschen als StĂ€rke, nicht als Gefahr sieht. Die neuen BĂŒrger*innen der DG sind auch eine Chance im Kampf gegen den ArbeitskrĂ€ftemangel. Integration bedeutet aber nicht nur Anpassung, sondern auch gemeinsames Lernen und Wachsen. Dazu möchten wir mehr UnterstĂŒtzung fĂŒr Arbeitgebende, Vereine und Initiativen, die den Integrationsprozess begleiten. Denn Integration erfordert das Engagement beider Seiten.

61. Evaluierung der verschiedenen bestehenden Integrationsmaßnahmen:

    • Was funktioniert? Was funktioniert nicht? Was trĂ€gt tatsĂ€chlich zur Integration bei? In der DG auf Ebene der Schule/Ausbildung (Zugang), auf Ebene des Arbeitsmarkts, auf Ebene der Bevölkerung (Ehrenamtliche, Nachbarschaftshilfe, Patenschaftsprojekt usw.).
    • Ausarbeitung eines transversalen und mehrjĂ€hrigen Aktionsplans im Bereich Integration auf Basis dieser Erkenntnisse.

62. Schaffung flexiblerer Möglichkeiten fĂŒr Kinder mit Deutsch als Zweitsprache:

    • Ausweitung der UnterstĂŒtzungsmöglichkeiten fĂŒr Kinder, die zwar Deutsch verstehen, aber nicht in die Kriterien einer Sprachlernklasse passen.
    • VerlĂ€ngerung der Eingliederungszeit fĂŒr zusĂ€tzliche Sprachförderung (EAS), um mehr Kinder zu befĂ€higen, ein Diplom zu erreichen und erfolgreich in einem deutschsprachigen Umfeld zu agieren.
    • Schaffung von UnterstĂŒtzungsangeboten fĂŒr Familien, in denen Eltern den Kindern aufgrund fehlender Sprachkenntnisse nicht beim Lernen helfen können.

63. Förderung des interkulturellen Zusammenlebens in Ostbelgien:

    • Austausch mit und unter Vereinen, die sich mit konkreten Maßnahmen fĂŒr Vielfalt in ihrem Verein einsetzen, Patenschaftsprojekte oder vereinsĂŒbergreifende Projekte organisieren.
    • Sensibilisierung fĂŒr die Angebote in der Jugendarbeit, die einen großen Beitrag zur Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund leisten.
    • Ermutigung und UnterstĂŒtzung der Gemeinden, um Orte fĂŒr den interkulturellen Dialog einzurichten und dafĂŒr qualifiziertes Personal zu bezeichnen. 
    • Gezielte administrative und kommunikative UnterstĂŒtzung von Arbeitgebenden, die auslĂ€ndisches Personal einstellen und in den Betrieb integrieren.
    • Breite Sensibilisierung zum Thema “struktureller Rassismus” und wie jeder von uns ein*e VerbĂŒndete*r fĂŒr mehr Toleranz und Akzeptanz werden kann.
đŸšŽâ€â™‚ïž Sport und Bewegung đŸŠâ€â™€ïž

Die DG verfĂŒgt ĂŒber eine fĂŒr ihre VerhĂ€ltnisse außergewöhnliche Sportinfrastruktur. Im Zuge der Energiekrise und der gesellschaftlichen Entwicklungen stehen viele GebĂ€ude aber vor großen Herausforderungen, wie steigende Energie- und Unterhaltskosten, sowie Schwierigkeiten bei der Umnutzung und dem Umbau. Deshalb ist es wichtig, dass zukĂŒnftige Infrastrukturprojekte Kriterien der Nachhaltigkeit viel systematischer berĂŒcksichtigen. Die Planung sollte modular und anpassbar sein, um sicherzustellen, dass die Folgekosten fĂŒr Gemeinden und Vereine niedrig bleiben. Auf diese Weise können wir nicht nur unsere aktuellen BedĂŒrfnisse decken, sondern auch eine nachhaltige Zukunft fĂŒr kommende Generationen schaffen.

67. Definition von Bezuschussungskriterien fĂŒr nachhaltige und multi-modale Sport-Infrastrukturen in der DG, zum Vorteil der Vereine und der Gemeinden:

    • Gezielte Bezuschussung nach klaren Kriterien zur Errichtung nachhaltiger, verbrauchsarmer und klimaneutraler GebĂ€ude und Infrastrukturen fĂŒr den Sportsektor.
    • Eine Um- und Weiternutzung dieser Infrastrukturen schon beim Bau mitbedenken, um Folgekosten fĂŒr die Gemeinden möglichst niedrig zu halten (modulares Bauen, anpassbare Strukturen usw.).

68. Gezielte Integration und Inklusion in Vereinen fördern:

    • ZusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung fĂŒr Vereine, die gezielt Jugendliche, Zugezogene und ganze Familien ins Vereinsleben einbinden (Feste, WettkĂ€mpfe, Vorstandsarbeit etc.).
    • ZusĂ€tzliche UnterstĂŒtzung fĂŒr Vereine, die Fahrdienste fĂŒr Familien organisieren, anbieten und koordinieren.

69. Initiativen zur Förderung des Sports im öffentlichen Raum:

    • Bereitstellung von finanziellen Mitteln und Ressourcen fĂŒr Projekte und Programme, die den Straßensport in den Gemeinden fördern und zugĂ€nglicher machen.
    • Zusammenarbeit mit lokalen Sportvereinen und Organisationen, um die Integration von AußenaktivitĂ€ten und Bewegungsangeboten in das bestehende sportliche Angebot zu fördern und Synergien zu nutzen.
đŸ’” Finanzen und Zusammenarbeit in der DG 📈

Wir möchten fĂŒr die Menschen in der DG eine starke Zukunft sichern. Dazu braucht es ein effizientes politisches System, auf das die Menschen vertrauen. Wir setzen uns dafĂŒr ein, dass jeder und jede in die Reformen eingebunden wird und auch komplexe Entscheidungen nachvollziehen kann. Eine Regierung auf Augenhöhe in Zusammenarbeit mit den Menschen. 

 73. Priorisierung von Dienstleistungen an die BĂŒrger*innen:

    • Analyse und Reduzierung der Mittel fĂŒr die Selbstverwaltung der DG zugunsten einer StĂ€rkung der Dienstleistungen fĂŒr die BĂŒrger*innen und Unternehmer*innen.
    • Evaluierung der EffektivitĂ€t der AuslandsreprĂ€sentation und Anpassung entsprechend der reellen BedĂŒrfnisse der BĂŒrger*innen Ostbelgiens.
    • EffizienzprĂŒfung der DGG-Zentren (Dienste mit getrennter GeschĂ€ftsfĂŒhrung) wie z.B. Kloster Heidberg, Worriken und Eyneburg: Bsp. Macht es Sinn? Ist es energetisch effizient? TrĂ€gt es langfristig seine laufenden Kosten?
    • Nutzung der Investitionswerkzeuge der DG, um prioritĂ€r in nachhaltige Projekte und in lokal gebundene ArbeitsplĂ€tze zu investieren.

 74. Konzertierung und Einbindung in Reformprozesse:

    • FrĂŒhe und aktive Einbeziehung der betroffenen Akteur*innen und TrĂ€gerorganisationen in Reformprozesse, um eine umfassende Partizipation sicherzustellen. Das Prinzip: Zuhören statt anhören.
    • Partizipationsprozesse so ausbauen, dass die Teilnehmer*innen danach auch konkret die Resultate der gemeinsamen Arbeit sehen und an der Umsetzung beteiligt werden können.
    • Bei lebendigen und robusten zivilgesellschaftlichen TrĂ€gerschaften von Vereinen und Einrichtungen öffentlichen Interesses soll nach Synergien und Kooperationen gesucht werden – ohne ausufernde Zentralisierung und politische Bevormundung. Vielfalt und Innovation fördern – QualitĂ€t und Verantwortung fordern.

 75. BĂŒrokratie abbauen:

    • Konsequente Reduzierung des bĂŒrokratischen Aufwands fĂŒr öffentliche TrĂ€gerschaften, Vereinigungen und VerbĂ€nde, auch mithilfe von digitalen Werkzeugen und einer Zusammenarbeit, die auf Vertrauen setzt.
    • Umfassende Prozessanalyse, um fehlende Verbindungen zwischen Verwaltungen, Entscheidungsebenen und Mitarbeitenden gleicher Dienste zu identifizieren.
🏡 VielfĂ€ltige Wohnformen 🏬

Jeder Mensch verdient einen angemessenen und gesunden Wohnraum. Wir setzen uns ein fĂŒr eine umweltfreundliche Baukultur, die effizient und platzsparend ist. Dazu gehören vielfĂ€ltige Wohnmodelle wie gemeinschaftliches Wohnen und nachhaltige Bauprojekte. Wir fordern zudem eine Politik des öffentlichen Wohnungsbaus, die den Wohnraum in der DG verbessert, zugĂ€nglicher macht und zugleich die Umwelt schĂŒtzt. Denn Klimapolitik ist auch Sozialpolitik.

6. Förderung von (energie-)effizientem sozialen/öffentlichen Wohnungsbau:

    • Investitionen zur energetischen Sanierung in den Bestand der Sozialwohnungen, um die Energiekosten der Mieter*innen zu senken. 
    • EinfĂŒhrung von Anreizen fĂŒr energieeffizienten, gesunden Wohnungsbau, um den Wohnungspark so auszubauen, dass energieeffizientere Sozialwohnungen das Angebot ergĂ€nzen.
    • GewĂ€hrleistung der Ressourceneffizienz beim Bau und Umbau, indem Materialien und Energie optimal genutzt werden (z.B. durch nachhaltige Baustoffe, effiziente Technologien und gute Platznutzung), aber auch, indem die Umnutzung oder der RĂŒckbau von Immobilien gleich mitgeplant wird (ModularitĂ€t).
    • Mietpreisbremse bei Wohnungen, deren Energiepass ĂŒber E liegt.

7. Ausbau alternativer und gemeinschaftlicher Wohnformen:

    • Schaffung eines gesetzlichen Rahmens fĂŒr alternative und gemeinschaftliche Wohnformen mit dem Ziel, diese Bauvorhaben und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft zu fördern (Wohngemeinschaften, Leichtbauweise, TinyhĂ€user, modulare Wohnungen usw.).

8. Förderung der sozialen Durchmischung durch Viertel- und Dorfentwicklung:

    • UnterstĂŒtzung der Viertel- und Dorfentwicklung. Wir möchten Dörfer und Stadtviertel stĂ€rken, damit die Menschen wieder leichter zusammenkommen. Mit Treffpunkten, guten Wegeverbindungen, lokalen Dienstleistungen und einladenden GrĂŒnflĂ€chen in der NĂ€he.
    • Mehr LebensqualitĂ€t auf weniger Wohnraum: Sensibilisierung dazu, wie der demographische Wandel unsere Wohnformen beeinflusst und wie wir unseren Wohnraum der Verkleinerung der Haushalte anpassen.
    • Inklusion und Begleitung bei der Entwicklung neuer Wohnformen mitdenken und ermöglichen, besonders mit Blick auf Menschen mit Behinderungen. 

9. BekÀmpfung von Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt:

    • Verbesserung der Kommunikation und ErklĂ€rung der Rechte und Pflichten der Mieter*innen und Vermieter*innen.
    • Erhöhung der KapazitĂ€ten von/in begleiteten Wohnprojekten fĂŒr junge Menschen mit schwierigem Start ins Erwachsensein.
    • Förderung von begleiteten Wohnprojekten, die niederschwellig zugĂ€nglich sind, zum Beispiel fĂŒr Menschen mit Suchterkrankungen und Doppeldiagnosen.

 10. Maßnahmen gegen Leerstand und Unterbesetzung:

  • EinfĂŒhrung von gemeindeĂŒbergreifenden Verfahren zur Datenerfassung und Standardisierung.
  • DurchfĂŒhrung von Sensibilisierungskampagnen, um Familien zu motivieren, in Bestand zu investieren, anstatt neu zu bauen.
  • Förderung von Nachverdichtung: Dort, wo bereits gebaut wurde, sanieren oder abreißen und neu bauen.
  • Abschaffung des Statuts “Zusammenwohnend”, damit niemand mehr aufgrund seiner WohnverhĂ€ltnisse benachteiligt wird.
  • Pilotprojekte zur Kombination von Wohnungen, Handwerk und Dienstleistungen unterstĂŒtzen.
📚 Inklusives Bildungswesen 📝

Wir setzen uns ein fĂŒr ein Schulwesen, das Kinder und Jugendliche ganzheitlich auf das Leben vorbereitet. Unser Ziel ist es, ein Bildungssystem zu schaffen, das individuell, inklusiv und auf die BedĂŒrfnisse aller Beteiligten – SchĂŒler*innen, Lehrer*innen, Eltern und anderen Erziehungsberechtigten – ausgerichtet ist. Dazu braucht es einen wirklich kostenlosen Unterricht, effiziente Lehrmethoden und eine klare Haltung: Das Kind steht im Mittelpunkt!

16. Konsequente Förderung der Inklusion im Bildungswesen der DG: 

    • Bewusste Förderung inklusiver PĂ€dagogik auf allen Schulebenen.
    • Konsequente Senkung der SchĂŒler*innenzahlen an den Förderschulen durch die StĂ€rkung der sozial-emotionalen Kompetenzen aller SchĂŒler*innen in der DG. Diese stellen eine wirksame PrĂ€vention von Defiziten in Kindheit und Erwachsenenalter dar.
    • Initiierung eines DG-weiten Dialogs zur besseren Vernetzung und Zusammenarbeit von allen Akteur*innen in der Inklusionsarbeit, damit die Werkzeuge besser ineinandergreifen und fĂŒr Eltern und Lehrer verstĂ€ndlicher sind.

 17. Überarbeitung der RahmenplĂ€ne:

    • Schaffung von Plattformen, um Lehrpersonen die Möglichkeit zu geben, ĂŒber Bildung zu reden und sich auszutauschen.
    • StĂ€rkung der Grundkompetenzen in Rechnen, Lesen, Schreiben und Französisch.
    • Integration von Demokratieerziehung in den Schulalltag, um SchĂŒlerinnen und SchĂŒler fĂŒr ihre Verantwortung im schulischen und gesellschaftlichen Umfeld zu sensibilisieren, z. B. ĂŒber die StĂ€rkung der SchĂŒler*innenrĂ€te, Klassensprecher*innen, Beteiligungsmöglichkeiten etc.
    • Verankerung von Lebensinhalten wie ErnĂ€hrung, Klima, Artenschutz, Kinderrechten und Politik in den RahmenplĂ€nen, auf Basis der vielen guten Beispiele, die bereits in mehreren Schulen Anwendung finden (Austausch von Best Practices) und in Verbindung mit der StĂ€rkung der Grundkompetenzen (ĂŒberfachliches Lernen).

18. Flexibilisierung der Schul- und Unterrichtszeiten:

    • Flexibilisierung der Stundenspanne von 50 Minuten je Unterrichtsstunde in den Sekundarschulen, um zeitgemĂ€ĂŸe Arbeitsweisen zu ermöglichen und den Lehrerteams mehr Spielraum bei der Gestaltung des Unterrichts zu geben. 
    • Start eines schulĂŒbergreifenden Dialogs zu den Schul- und Unterrichtszeiten mit dem Ziel, den Schulen mehr Freiraum zu geben, sich den individuellen BedĂŒrfnissen der SchĂŒler*innen anzupassen und zeitgemĂ€ĂŸe Lehr- und Lernmethoden zu fördern.

19. Änderung der Ferientaktung zur Vereinheitlichung und Anpassung an die BedĂŒrfnisse der SchĂŒler:

    • Wir fordern einen belgienweiten Dialog zur Vereinheitlichung der Ferientaktung. Eine Ferientaktung auf Basis des Mondkalenders ist nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ. Wir fordern eine Anpassung der Ferien in der DG, um den BedĂŒrfnissen der SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sowie den kulturellen Gegebenheiten gerecht zu werden.

20. EinfĂŒhrung von Mediations- und Supervisionsangeboten fĂŒr Schulen, Lehrer*innen, Eltern und Erziehungsberechtigte:

    • Schaffung eines neutralen Mediationsdienstes fĂŒr Schulversammlungen, um Konflikten vorzubeugen, zu deeskalieren und eine gemeinsame Lösung zu finden. 
    • Durch Angebote der Supervision die Weiterentwicklung von Kollegien fördern und Konflikten vorbeugen.
    • Verbesserung des Übergangs zwischen den Schulebenen, insbesondere zwischen  Primar- und Sekundarschulen.

21. Steigerung der AttraktivitÀt des Lehrer*innenberufs als wirksamstes Werkzeug gegen den Lehrer*innenmangel:

    • Überarbeitung der Gehaltstabellen im Unterrichtswesen, sodass die Bezahlung nach Diplom gerechter gestaffelt, den Diplomen der dualen Ausbildung Rechnung getragen und die Berufserfahrung und Weiterbildung von Lehrpersonen fairer berĂŒcksichtigt wird.
    • Weiterbildungen als Treiber von Schulentwicklung und zur StĂ€rkung der Expertise jeder Lehrperson etablieren,  damit die QualitĂ€t aller Unterrichte steigt.
    • EinfĂŒhrung einer objektiven Regelung der Lehrer*innenarbeitszeit, um die Arbeitsbedingungen im Lehrer*innenberuf zu verbessern und Ungerechtigkeiten zu reduzieren.
    • Konzepte des Teamteachings begleiten und anleiten. 
    • Reduzierung der bĂŒrokratischen Vorgaben fĂŒr Lehrpersonen und Schulleitungen.
    • Förderung von Praktika außerhalb der DG (In- und Ausland) in allen Studien- und Ausbildungsrichtungen. 

22. GĂŒnstiges, gesundes Schulessen:

  • GĂŒnstiges und gesundes Essen fĂŒr alle SchĂŒler*innen anstreben, um eine ausgewogene ErnĂ€hrung zu gewĂ€hrleisten, unabhĂ€ngig von der finanziellen Situation der Eltern/Erziehungsberechtigten. Dabei mĂŒssen die QualitĂ€t und RegionalitĂ€t der Zutaten eine zentrale Rolle spielen.
  • Sensibilisierung von Schulen, damit sie den SchĂŒler*innen auch in den kleinen Pausen gesunde und nachhaltige Snacks anbieten. Schulkioske und Automaten sollten immer auch gesunde Alternativen anbieten.

23. Förderung von SchulgÀrten, naturnahen Schulhöfen und AktivitÀten im Freien:

    • Finanzielle UnterstĂŒtzung zur Entsiegelung von Schulhöfen und das Anlegen von GemĂŒsegĂ€rten, um den Bezug zur Natur zu stĂ€rken und Kindern ein VerstĂ€ndnis fĂŒr die Herkunft unserer Lebensmittel zu vermitteln.
    • Gestaltung von Schulhöfen und Pausenbereichen mit dem Ziel, konfliktfreiere und entspannte Pausenzeiten zu ermöglichen und die sozialen sowie emotionalen Kompetenzen der SchĂŒler zu fördern.
    • AktivitĂ€ten und Angebote unter dem Motto “Natur macht Schule” gezielt unterstĂŒtzen.

24. Reduzierung der Schulbesuchskosten und finanzielle UnterstĂŒtzung fĂŒr Familien:

  • Reduzierung der Schulbesuchskosten fĂŒr alle Familien, um finanzielle HĂŒrden abzubauen und die Teilhabe an Sport- und Kulturangeboten zu erleichtern.
  • Gezielte Senkung der Schulbesuchskosten in den berufsbildenden Abteilungen des Sekundarschulunterrichts, in denen die Kosten ĂŒberproportional höher sind.
  • Schaffung finanzieller Anreize fĂŒr außerschulische Angebote von privaten Anbieter*innen und der organisierten Zivilgesellschaft, um soziale Durchmischung zu fördern und allen SchĂŒler*innen gleiche Chancen zu bieten.
đŸ‘©â€đŸ‘©â€đŸ‘Š VielfĂ€ltige Familienbilder 👹‍👹‍👧‍👩

Familie reprĂ€sentiert die Gemeinschaft, in der wir uns zu Hause fĂŒhlen. Es sind die Menschen, denen wir uns zugehörig fĂŒhlen und die uns bedingungslos unterstĂŒtzen. In unserer modernen Welt gibt es eine Vielzahl von Familienmodellen. Durch ein umfassendes, wirksames UnterstĂŒtzungssystem wird die Zeit, die wir mit unseren Liebsten verbringen, noch wertvoller.

29. Weiterentwicklung und Ausbau der Kleinkind- und Kinderbetreuung:

    • Schaffung zusĂ€tzlicher Betreuungsangebote in der Kleinkind- und Kinderbetreuung.
    • StĂ€rkung der Kleinkindbetreuung als Sprungbrett fĂŒr gefĂ€hrdete Bevölkerungsgruppen, z.B. um ihnen zu ermöglichen an Ausbildungen, Praktika, Integrationsparcours usw. teilzunehmen.
    • Schaffung flexiblerer Betreuungsangebote, die auch die Arbeitszeiten der Eltern, insbesondere im Gesundheitswesen berĂŒcksichtigen.

30. Förderung von KreativitÀt und SolidaritÀt in der Kinderbetreuung:

    • Offenheit fĂŒr neue Ideen und kreative AnsĂ€tze in der Kinderbetreuung, einschließlich informeller und solidarisch organisierter Betreuungsmöglichkeiten, wie z.B. Nachbarschaftshilfe, Großelternprogramme, usw.
    • Beratung und UnterstĂŒtzung fĂŒr Mehr-Generationen-HĂ€user und alternative Betreuungsangebote, die das intergenerationelle Zusammenleben fördern.

31. FerienaktivitĂ€ten fĂŒr Jugendliche (Sport & Bewegung, Kunst & Kultur, Treffpunkte uvm.):

    • EinfĂŒhrung von flĂ€chendeckenden Fördergeldern fĂŒr Organisationen, die Ferienanimationen fĂŒr Jugendliche anbieten oder zusammen mit Jugendlichen entwickeln, damit sowohl im Norden als auch im SĂŒden der DG fĂŒr jede Altersgruppe ein Angebot entsteht, das die sozialen Bindungen stĂ€rkt.

32. Inklusion und besondere UnterstĂŒtzung fĂŒr Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung:

    • Besondere Beachtung fĂŒr Eltern von Kindern und Erwachsenen, sowie pflegende Angehörige von Personen mit (schweren) Behinderungen, langfristigen Erkrankungen und/oder (stark) erhöhtem Pflegebedarf durch Bereitstellung therapeutischer Dienste außerhalb der ĂŒblichen Öffnungszeiten.
    • Ausbau der Kurzaufenthalte und Ferienangebote fĂŒr Kinder und Erwachsene mit Behinderung und/oder Pflegebedarf, damit es zu einer echten Entlastung der Familien kommt und Erziehungsberechtigte und pflegende Angehörige ihre Energie wieder auftanken können.

33. GenderidentitÀt, Vielfalt und Rassismus in Familien thematisieren:

    • Schaffung von Informations- und Austauschangeboten fĂŒr Eltern und Erziehungsberechtigte, die UnterstĂŒtzung im Umgang mit Fragen zur GenderidentitĂ€t, LGBTQIA+ und strukturellem Rassismus suchen.
    • Förderung von Informations- und Austauschangeboten fĂŒr betroffene Erwachsene und/oder Heranwachsende.
đŸ€ Pflege und Begleitung ❀

Wir streben nach einem krisenfesten Pflegenetzwerk, das vielfĂ€ltige UnterstĂŒtzung bietet und Platz fĂŒr KreativitĂ€t und Innovation lĂ€sst. Jeder Mensch soll sich in jedem Alter nĂŒtzlich fĂŒhlen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Deshalb ist uns eine gute Durchmischung in Pflegeeinrichtungen wichtig, um lebendige und integrative Umgebungen zu schaffen. 

37. QualitÀtsorientierte Personalnormen in Pflegeeinrichtungen:

    • Festlegung von Personalnormen im Bereich der Pflege, die an QualitĂ€tsstandards gebunden sind und nicht an Mindestnormen.
    • BetreuungsschlĂŒssel in der Pflege verbessern. Sicherstellung einer angemessenen Betreuung und Bezugspflege fĂŒr Ă€ltere Menschen durch qualifiziertes und ausreichendes Personal, angepasst an die individuelle Situation, auch zu Hause.
    • StĂ€rkung paramedizinischer und vielfĂ€ltiger Berufsprofile in den Wohn- und Pflegezentren fĂŒr Senior*innen.
    • Förderung und Finanzierung von Weiterbildungsmöglichkeiten als Grundlage der Professionalisierung wĂ€hrend des Berufslebens etablieren. Der systematische Ersatz von Personalmitgliedern, die einer Aus- und Weiterbildung folgen, muss ĂŒber den PersonalschlĂŒssel ermöglicht werden.

38. Bessere Arbeitsbedingungen fĂŒr unser Pflegepersonal:

    • Zugang zu psychologischer UnterstĂŒtzung bei hoher Belastung (z. B. TodesfĂ€lle) und zur Vorbeugung von Überbelastung (z. B. Burnout) einrichten. 
    • StĂ€rkung der Initiativen zum ganzheitlichen Gesundheitsmanagement des Personals in Krankenhaus- und Pflegeeinrichtungen, z. B. durch Anreize fĂŒr Angebote zur PrĂ€vention klassischer Berufskrankheiten (gesunder RĂŒcken, Yoga, usw.).
    • Arbeitsplatznahe Kinderbetreuung, Fahrtgeld, Essenschecks und weitere Maßnahmen zur Steigerung der AttraktivitĂ€t fĂŒr alle ArbeitskrĂ€fte der Wohn- und Pflegezentren und der KrankenhĂ€user fördern und ggf. co-finanzieren
    • Schaffung vielfĂ€ltiger Praktikumsstellen in der DG, sowie das Sammeln praktischer Erfahrungen außerhalb der DG bewusst fördern. 
    • DurchlĂ€ssigkeit innerhalb der Ausbildungen und Studien im Pflegebereich erhöhen und fĂŒr eine belgienweite Harmonisierung sensibilisieren. 

 39. StÀrkung der gesellschaftlichen Teilhabe von Senior*innen in Pflegeeinrichtung:

    • KreativitĂ€t und Innovation in Wohn- und Pflegezentren ermöglichen, damit Mitarbeiter*innen und Ehrenamtliche mit neuen Ideen die Teilhabe der Senior*innen am gesellschaftlichen Leben aufrechterhalten können.
đŸ©ș Gesundheitsversorgung, PrĂ€vention und mentale Gesundheit 🧠

Unsere Gesundheit ist unser höchstes Gut. Und damit das auch so bleibt, braucht es mehr PrĂ€vention und ein stark ausgebautes und verbessertes Gesundheitssystem, besonders mit Blick auf die mentale Gesundheit. Dabei ist die DG aufgrund ihrer Kleinheit auf Kooperationen und Netzwerkarbeit angewiesen. In einer Welt, die von Dauerkrisen und ReizĂŒberflutung geprĂ€gt ist, ist es unerlĂ€sslich, dass das Thema “mentale Gesundheit” mehr Platz bekommt. Dabei sollten wir nie aus den Augen verlieren, dass die menschliche Gesundheit und die Gesundheit des Planeten untrennbar miteinander verbunden sind.

45. Einrichtung eines vollwertigen Familienplanungszentrums in der DG:

    • UnterstĂŒtzung der BemĂŒhungen zur Einrichtung und Anerkennung eines Familienplanungszentrums auf dem Gebiet der DG. Ein Familienplanungszentrum bietet kostenlose Dienstleistungen rund um Familienplanung und reproduktive Gesundheit an, wie Beratung zu VerhĂŒtungsmethoden, Schwangerschaftstests und prĂ€natale Versorgung, aber auch Schwangerschaftskonfliktberatung.

46. Langfristige Sicherung der beiden Krankenhausstandorte in Ostbelgien:

    • Ausbau der nationalen und internationalen Kooperationen, um die punktuelle aber systematische PrĂ€senz in- und auslĂ€ndischer FachĂ€rzt*innen  in der DG zu gewĂ€hrleisten.
    • GewĂ€hrleistung einer Grund- und Notfallversorgung, einschließlich psychiatrischer Nothilfe, um eine barrierefreie medizinische Versorgung fĂŒr die gesamte Bevölkerung zu gewĂ€hrleisten.

47. VerstĂ€rkung von PrĂ€ventionskampagnen fĂŒr Risikoverhalten:

    • Gezielte AufklĂ€rungskampagnen, um das Bewusstsein fĂŒr die Risiken von Alkohol- und Drogenmissbrauch zu schĂ€rfen und prĂ€ventive Maßnahmen zu fördern.
    • Neue Konzepte zur Suchtvorbeugung ausarbeiten und aktive Hilfe fĂŒr Schulen, Eltern und Arbeitgeber anbieten.

48. Psychologische und psychiatrische Versorgung  fĂŒr alle Altersgruppen verbessern:

    • Erhöhung der KapazitĂ€ten in der ambulanten, teilstationĂ€ren und stationĂ€ren Psychiatrie und Bereitstellung von Unterbringungsmöglichkeiten und deutschsprachigen FachkrĂ€ften fĂŒr psychiatrische NotfĂ€lle.
    • Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung, um emotionales Wohlbefinden zu fördern und Risikoverhalten vorzubeugen. Dazu gehören auch die Etablierung von Anlaufstellen fĂŒr PrĂ€vention und FrĂŒherkennung psychischer Probleme und die Beratung und Behandlung von Sucht- und Risikoverhalten.
    • Aufbau einer spezialisierten mentalen Gesundheitspflege fĂŒr Senior*innen, da fĂŒr viele vorhandene Strukturen eine Altersgrenze besteht.
đŸŽŒ Kunst, Kultur und Vereine 🎭

Die Vielfalt an Vereinen und kulturellen Organisationen in der DG sucht ihresgleichen. Damit diese weiterhin so tolle Arbeit leisten können, mĂŒssen wir administrative HĂŒrden abbauen. Weniger Papierkram bedeutet mehr Zeit fĂŒr die Menschen. Vereine und kulturelle Organisationen schaffen Plattformen fĂŒr soziale Interaktion und GemeinschaftsaktivitĂ€ten. Sie bringen Menschen unterschiedlicher HintergrĂŒnde und Interessen zusammen und fördern den Austausch, die Toleranz und das VerstĂ€ndnis fĂŒreinander.

58. Abbau der BĂŒrokratie fĂŒr Vereine und Organisationen:

    • Vereinfachung von Verwaltungsprozessen, um Ehrenamtliche und Institutionen zu entlasten, damit sie mehr Zeit fĂŒr ihre eigentlichen Aufgaben haben, sei es in der Musik, im Sport, in der Kultur, in den vielen Treffpunkten oder in den zahlreichen zivilen Organisationen.

59. Ausbau der Servicestelle Ehrenamt:

    • Ausbau der praktischen und organisatorischen Beratung fĂŒr Verwaltungsaufgaben in Vereinen, um den Bedarf noch besser abzudecken (Hilfe bei UBO-Register, FormalitĂ€ten im Handelsregister, Veröffentlichung von Statuten und Haushaltsdokumenten usw.).
    • Schaffung einer Anlaufstelle fĂŒr Vereine und Ehrenamtliche außerhalb der klassischen Arbeitszeiten im SĂŒden der DG.

60. Überarbeitung des Kulturförderdekrets:

    • Anpassung der Kulturförderung unter Einbeziehung der Akteure, um die finanzielle ZugĂ€nglichkeit des kulturellen Angebots zu verbessern, professionelle KĂŒnstler gezielter zu unterstĂŒtzen und das abwechslungsreiche kulturelle Angebot Ostbelgiens sichtbarer zu machen.
    • Einbeziehung der Meinungen und BedĂŒrfnisse der Kulturschaffenden und Kulturinteressierten in den Überarbeitungsprozess, um ein ausgewogenes und bedarfsgerechtes Fördermodell zu entwickeln.
🚆 Tourismus und MobilitĂ€t đŸžïž

Ostbelgien ist wunderschön. Damit das so bleibt, wollen wir die DG zur Modellregion fĂŒr nachhaltigen Regionaltourismus machen. Unser Anspruch ist es, den Tourismus zu einem Motor fĂŒr positive VerĂ€nderungen zu machen, der sowohl der Umwelt als auch den Menschen zugute kommt. Dabei können wir auch den vielen lokalen Initiativen in der Nahrungsmittelproduktion und in den AktivitĂ€ten noch mehr Sichtbarkeit geben. Entscheidend fĂŒr den Erfolg ist dabei, dass wir die sanfte MobilitĂ€t systematisch in sĂ€mtlichen Infrastrukturprojekten gleich mitdenken.

64. Ostbelgien zur Modellregion fĂŒr sanften Tourismus machen:

    • StĂ€rkung des Nachbarschaftstourismus und Förderung von “Urlaub in der NĂ€he” um die Schönheit der Region zu entdecken und den CO2-Fußabdruck zu verringern.
    • StĂ€rkung der Sichtbarkeit von lokalen Unternehmen, die auf nachhaltige Praktiken setzen, sowohl in der Beherbergung, in der Bewirtung als auch mit der Herstellung regionaler Produkte. 
    • Über die ZustĂ€ndigkeiten Raumordnung und Wohnungswesen, den Bau und die Umnutzung von WohngebĂ€uden als Ferienwohnung besser einrahmen, um das soziale GefĂŒge unserer Dörfer zu erhalten.

65. Ausbau der Partnerschaften und Zusammenarbeit:

    • Förderung von europĂ€ischen Projekten im Tourismussektor in Zusammenarbeit mit anderen Regionen zur Entwicklung grenzĂŒberschreitender Initiativen und integrierter Angebote (Beherbergung, Gastronomie, Sport, Kultur, Brauchtum, Geschichte, Natur usw.).
    • Ausbau der Zusammenarbeit mit den französischsprachigen Randgemeinden.
    • Schaffung von Angeboten im Event-Tourimus, damit GĂ€ste, die fĂŒr ein Event (bspw. Sportwettbewerb, Kultur- und Musikfestival) kommen gleich eine oder zwei NĂ€chte lĂ€nger bleiben.

66. Umsetzung einer umfassenden MobilitÀtspolitik:

    • Integration von Ideen und VorschlĂ€gen aus lokalen, aber auch internationalen Initiativen, um neue und innovative AnsĂ€tze fĂŒr MobilitĂ€t zu unterstĂŒtzen (bspw. Ruf-Bus-Dienste, Party-Taxis, Carsharing-Optionen usw.), um die Erreichbarkeit in der Region insgesamt zu verbessern.
    • BerĂŒcksichtigung der MobilitĂ€tsplanung in sĂ€mtlichen Infrastrukturprojekten der DG sowie in der Planung von Gewerbe- und Wohngebieten.
đŸ’» Medien und Digitalisierung đŸ“±

Journalisten werden oft “die vierte Gewalt” genannt, weil sie neben Parlament, Regierung und Gerichten einen starken Einfluss auf die Menschen haben. Deshalb braucht es eine verantwortungsvolle Medienlandschaft mit so vielen Blickwinkeln und Perspektiven wie möglich. Und es braucht Menschen, die mit den sich stĂ€ndig wandelnden Medien- und Technologieangeboten, zu denen heute auch die sozialen Medien gehören, umgehen können. Dazu sind Medien- und Digitalkompetenz wichtig. Wir setzen uns zudem fĂŒr Transparenz ein, denn nur ein offener Prozess in der Demokratie ist wirklich vertrauenserweckend. 

70. Pressefreiheit schĂŒtzen und stĂŒtzen

    • Förderung von Transparenz und Offenheit in allen Instanzen der DG (Regierung, Ministerium, PDG usw.) durch eine breitere Bereitstellung von Informationen und Entscheidungsprozessen, öffentliche Konsultationen und partizipative Verfahren.
    • Förderung des Medienpluralismus.
    • AufklĂ€rungsarbeit zu Fake News und der gezielten Manipulation von Sozialen “Medien” fĂŒr populistische Zwecke. Bereitstellung guter Praxisbeispiele, wie man Informationen prĂŒfen, abgleichen und kritisch hinterfragen kann.

71. Digitale Teilhabe fördern und die digitale Kluft verringern:

    • Konsequente Forderung von Barrierefreiheit auf digitalen Plattformen und Diensten, um sicherzustellen, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten im digitalen Raum erhalten.
    • Barrierefreiheit in allen Maßnahmen des BĂŒrokratieabbaus mitdenken, damit auch Menschen mit eingeschrĂ€nktem Zugang zur digitalen Welt nicht vom Dienstleistungsangebot ausgeschlossen werden.
    • Den Zugang ĂŒber Papier und vor allen Dingen ĂŒber den direkten Kontakt aufrechterhalten.
    • UnterstĂŒtzung von Projekten der Zivilgesellschaft, die die digitale Teilhabe, vor allem von Ă€lteren Menschen, stĂ€rken.

72. Medien- und Digitalkompetenz fördern:

    • StĂ€rkung der Medienkompetenz in der Gesellschaft, um ein bewusstes und kritisches VerstĂ€ndnis von Medieninhalten zu fördern und damit eine nachhaltige Informationskultur zu schaffen. Unter anderem angesiedelt bei den Medienzentren in der DG.
    • Verankerung von Medienkompetenz in den LehrplĂ€nen der Schulen, damit die SchĂŒler*innen Medieninhalte kritisch hinterfragen und einen sicheren Umgang mit digitalen GerĂ€ten beherrschen. 
    • Erarbeitung eines Rahmens zur Arbeit mit und Einsatz von KI (kĂŒnstlicher Intelligenz) in Schulen und öffentlichen Einrichtungen.
    • Schaffung vielfĂ€ltiger Weiterbildungsangebote zum Umgang mit kĂŒnstlicher Intelligenz.
🇧đŸ‡Ș Die DG in Belgien 🇧đŸ‡Ș

Deutschsprachige, französischsprachige und flĂ€mische Mitglieder von Ecolo und Groen haben sich gemeinsam auf ein umfassendes Reformpapier fĂŒr die Zukunft Belgiens geeinigt. Dieses beinhaltet unter anderem folgende Forderungen:

  • StĂ€rkung des Föderalstaats durch eine Reföderalisierung von ZustĂ€ndigkeiten, dort wo es Sinn macht und Einigkeit notwendig ist (Bspw. Krisenmanagement, BewĂ€ltigung der Klimakrise, internationale Vertretungen).
  • Vier gleichberechtigte Regionen (Wallonie, Flandern, BrĂŒssel, Ostbelgien).
  • Abschaffung der Provinzen.
  • Abschaffung des Senats und Schaffung einer belgienweiten BĂŒrger*innenversammlung.
  • Landesweiter Wahlkreis fĂŒr die föderale Kammer.
  • Garantierte Vertretung der Deutschsprachigen in der föderalen Kammer.