Anfang Januar hat die Ecolo Fraktion im Parlament der DG einen Resolutionsvorschlag hinterlegt, in dem wir fordern, dass die DG einen Klimanotstand ausruft. Ziel dieses Vorschlags ist es, die energetischen und umwelttechnischen Möglichkeiten, die die DG hat, auszuschöpfen. Im Dezember hatte bereits das Europäische Parlament den Klimanotstand ausgerufen.

Es müssen umgehend Maßnahmen ergriffen werden, um gegen den Klimawandel anzukämpfen. Auch die Fraktion im PDG sieht angesichts der Fakten zum Klimawandel die Notwendigkeit zum Handeln. Konkrete Forderungen wie die prioritäre Behandlung von umweltfreundlichen Bauvorhaben im Infrastrukturplan und die Schaffung von finanziellen Spielräumen zur Umsetzung klimafreundlicher Projekte sind Teil des Vorschlags.

Klimapolitik ist eben auch Sozialpolitik. Maßnahmen für das Klima kommen den Menschen langfristig zu Gute.

2019 wurden die Ressourcen, die unser Planet jährlich produziert, bereits am 29. Juli erschöpft. Von diesem Zeitpunkt bis zum 31. Dezember verbrauchten sie Ressourcen, die nicht natürlich in einem Jahr nachwachsen/ -kommen. Dieser Earth-Overshoot-Day rückt Jahr für Jahr vor, was unseren Überverbrauch und damit die Gefahren für den Planeten verdeutlicht.

Unsere Handlungen, bzw. die Anstrengungen der Deutschsprachigen Gemeinschaft werden allein nicht ausreichen, aber sie sind ein Beitrag. Und nur wenn jeder die Beiträge die er leisten kann, auch tatsächlich leistet, hat unser Planet eine Chance. Zusätzlich hat die Politik eine Vorbildfunktion und sollte alle Entscheidungen auf Nachhaltigkeit prüfen.

Die Ecolo-Fraktion hofft auf konstruktive Reaktionen bei der Bearbeitung und Abstimmung unseres Resolutionsvorschlags. Das Ausrufen des Klimanotstands hat nicht nur einen symbolischen Charakter, er wird und sollte auch ganz konkrete Verpflichtungen beinhalten, an denen sich vergangene Wahlkampfversprechen und kommende Taten werden messen lassen müssen.