Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig nachhaltige Politik im Gesundheitsbereich ist. In Belgien und in Europa rächt sich zur Zeit die jahrelange oder gar jahrzehntelange Sparpolitik im Gesundheits- und Pflegebereich.

Seit Jahren fordert auch ECOLO in der DG und belgienweit eine nachhaltige Verbesserung der Arbeits- und Gehaltsbedingungen für den gesamten Pflegebereich, sowohl in den Krankenhäusern als auch in den Wohn- und Pflegezentren für Senioren.

Im Pflege- und Gesundheitssektor (und überhaupt) sollte man die Menschen weder mit unausgereiften Wahlversprechen, noch mit gutklingenden Prämien locken. Man muss sie ernst nehmen.
Nach der Krise, wenn die Notsituation abgeklungen ist, brauchen wir einen gemeinsamen Plan. Der Föderalstaat, die Regionen und Gemeinschaften müssen den Gesundheits- und Pflegesektor auf starke Säulen setzen:

• Eine gemeinsame, strukturierte und strukturelle Verbesserung der Gehaltsbaremen
• Verbesserte Arbeitsbedingungen (Betreuungsquote, Einsatzpläne …)
• Verstärkte Investitionen in die Grundausbildung, Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen
• Berücksichtigung des Demographischen Wandels
Für viel mehr Menschen soll und muss ein Mangelberuf in der Pflege- und Gesundheitsversorgung wieder ein Traumberuf sein.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden manche Maßnahmen nur ein Jahr, andere viel länger brauchen, um Wirkung zu zeigen. Deshalb ist es wichtig, hier nachhaltig an einem Strang zu ziehen.

Die ECOLO-Fraktion im PDG fordert daher mehr denn je, dass sich die Politik in der Deutschsprachigen Gemeinschaft für diese seriöse Vorgehensweise geschlossen und dauerhaft einsetzt.
Dies soll natürlich im Respekt des in der DG begonnenen Bürgerdialogs zum Thema Pflege geschehen. Die Empfehlungen der Bürger müssen auf jeden Fall abgewartet und dann berücksichtigt werden.

Inga Voss
Ecolo Abgeordnete im Ausschuss IV

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