**Frage von Marc Niessen an Ministerin Weykmans,**

Jeden Sommer profitieren hunderte von Kindern und Jugendlichen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft von den Zeltlagern der Jugendorganisationen. Diese Lager sind als Erfahrung von Gruppenleben und von Verantwortungsübernahme ganz wichtige Kernelemente der Jugendarbeit in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Immer wieder ist zu hören, dass die jährliche Aufteilung der Zelte an die verschiedenen Jugendgruppen eine große Herausforderung darstellt. Seit Jahren gibt es nicht genug von den mannshohen Zelten, um den Bedarf aller Jugendgruppen zu decken. Darüber hinaus sind die verfügbaren Zelte mitunter in einem schlechten Zustand, sodass sie als Schlafplatz nicht zu gebrauchen sind.

Die AG JugO des Rates der Deutschsprachigen Jugend ist mit der Verteilung der Zelte betraut, sie nimmt die Anfragen der Jugendgruppen entgegen und teilt die Zelte dann je nach Verfügbarkeit auf. Diese Aufgabe ist jedoch aufgrund des Zeltmangels immer wieder schwierig. In diesem Jahr beispielsweise werden zu Spitzenzeiten, das heißt zwischen dem 10. und 20. Juli, zwischen 63 und 67 Zelte gebraucht. Das sind deutlich mehr, als in den vergangenen Jahren zur Verfügung stand. Hinzu kommt, dass die Zelte der Chiro im vergangenen Jahr bei einem Brand beschädigt wurden und daher nicht zur Verfügung stehen.

Eine mögliche Lösung des Engpasses wäre die Anschaffung eigener Zelte durch die Jugendorganisationen. Dies wird jedoch dadurch erschwert, dass die Anschaffung von Zelten ausdrücklich von der Bezuschussung für Materialkosten ausgenommen ist.

Daher folgende Fragen:

- Wie viele Zelte stehen den ostbelgischen Jugendgruppen im Sommer 2018 zur Verfügung (sei es aus dem Bestand der Deutschsprachigen Gemeinschaft oder über Abkommen mit dritten, wie etwa der französischen Gemeinschaft oder dem Verteidigungsministerium)?
- Weshalb können Jugendgruppen, die bereit sind eigene Zelte anzuschaffen, keinen Zuschuss dafür erhalten?
- Wie möchten Sie das Problem der Zeltverteilung in Zukunft lösen?

**Marc Niessen**

Gemeinschaftsabgeordneter

Jetzt hört man im BRF das Frau Weykmans keinen Bedarf an zusätzlichen Zelten sieht, ist das noch normal? Darf eine Frau entscheiden ob eine Menge von Kindern/Jugendlichen sich weiterhin in ein Zelt quetschen müssen oder zusätzliches Material zur Verfügung gestellt bekommt?

Guten Tag,

wir haben auf die Antwort von Frau Weykmans reagiert. Unsere Stellungnahme finden Sie hier: https://dg.ecolo.be/2018/05/17/keine-wertschaetzung-fuer-jugendorganisationen/