Marc NIESSEN (ECOLO) befragt Ministerin WEYKMANS.

Am vergangenen 23. Oktober kündigte die „Baronie“ Gruppe an das Schokoladenwerk „Jacques“ in der Eupener Industriestraße im Mai 2019 schließen zu wollen. Die 70 Mitarbeiter des Traditionsunternehmens stehen damit unmittelbar vor ihrer Entlassung.

Die Schließung der Chocolaterie Jacques ist diesen Herbst nicht die einzige Hiobsbotschaft aus der Industriezone East Belgium Park. Schon Ende September hatte das Welkenraedter Unternehmen Hexcel Composites den Abbau von 75 Stellen angekündigt, und einen Tag nach dem Bekanntwerden der Schließung von Jacques teilte auch der in unmittelbarer Nachbarschaft ebenfalls auf dem Gebiet der Gemeinde Welkenraedt befindliche Kompressorhersteller Emerson an, 72 seiner 320 Arbeitsplätze streichen zu wollen.

In ihrer Gesamtheit betrachtet bedeuten diese Meldungen für die Region einen Stellenabbau ungekannten Ausmaßes. Es ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Monaten mehr als 200 Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze in der Deutschsprachigen Gemeinschaft oder in deren unmittelbaren Nachbarschaft verlieren werden.

Daher folgende Fragen, Frau Ministerin:

  • Welche Rolle fällt der Deutschsprachigen Gemeinschaft, insbesondere Ihnen als Beschäftigungsministerin im Rahmen der Schließung der Schokolaterie Jacques zu?
  • Welche Werkzeuge haben Regierung und ADG in den vergangenen Jahren proaktiv entwickelt, um sich auf derartige Situationen vorzubereiten?
  • Welche besonderen Maßnahmen planen Regierung und ADG, um den von den Massenentlassungen betroffenen Arbeitnehmern zur Seite zu stehen?

Marc Niessen

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